Konzepte für positives Erleben der Software log 2.0 von l-mobile

Das große Ganze visualisieren, loben, Zusammenarbeit sichtbar machen…

Die Lehrveranstaltung Information Experience Research stellt eine Mischung aus Theorie und praktischer Anwendung dar und ist daher wie geschaffen dafür, die theoretischen Grundlagen, die im Projekt Design4Xperience genutzt werden auf ein konkretes Praxisbeispiel anzuwenden. Das theoretische Fundament bildeten Theorien der Positiven Psychologie und der User Experience. Unser assoziierte Partner L-mobile (www.l-mobile.com) stellte ihr Projektmanagementtool log 2.0 projects als Plattform zur Verfügung.

Die Aufgabe der 16 Studenten um ihre Dozentin Magdalena Laib war es, für diese Software neuartige erlebnisorientierte Konzepte zu entwickeln. Dafür begaben sich die Studenten erst einmal in die Introspektion und beobachteten, wann sie selbst im täglichen Leben positive Erlebnisse empfinden. Hierfür nutzte die Gruppe die von Sonja Lyubomirsky (2008) formulierten Glücksaktivitäten, fand heraus, in welchen Glücksaktivitäten das individuell größte Potential steckt und versuchte, diese regelmäßiger in ihren Alltag einzubauen.

Im nächsten Schritt näherte sich jede der fünf Konzeptgruppen ihrer Zielgruppe an und führte Interviews mit Projektmitarbeitern und Projektleitern. Hierfür nutzten sie das Erlebnisinterview, welches im Projekt Design4Xperience entwickelt wurde. Die Ergebnisse dieser Interviews wurden analysiert und aufbereitet in Beschreibungen von Personas und in Szenarien, die typische positive Erlebnisse in Arbeitskontexten von Managern zeigten.

Den ganzen Input – Introspektion, Theorien der Positiven Psychologie und der User Experience Forschung sowie Ergebnisse der Erlebnisinterviews – nutzte jede der fünf Gruppen um angelehnt an das Scenario Based Design (Rosson & Carroll, 2002) für ihre jeweilige Persona ein erlebnisorientiertes Konzept zu erstellen. Dieses wurde verfeinert und ausgearbeitet und schließlich in einem Videoprototypen umgesetzt.

Am 5. Februar 2015 fand dann die Abschlusspräsentation des Seminars statt, zu der Mitarbeiter von L-mobile und Projektmitglieder von Design4Xperience eingeladen waren. Jede Gruppe zeigte ihren Prototypen, stellte ihre Design Rationale und eine Bewertung ihres Konzeptes vor.

Es entstanden dabei ganz unterschiedliche Konzepte. Sireena Rai, Charis Reiners und Sabine Sift präsentierten ihr Konzept des „Lobfensters“. Ihre Idee war es, eine bestehende, bis dato eher ungern genutzte Funktion, das Einschätzen von Bearbeitungszeiten, mit Hilfe von Gamification-Ansätzen in ein positives Erlebnis umzugestalten.

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„Lobfenster“ von Sireena Rai, Charis Reiners und Sabine Sift

Das Konzept „Tutorials“ von Melissa Eisele, Svenja Kneesch, Andrina Lägeler und Sebastian Vaas hat zum Ziel, die Selbstwirksamkeit der Mitarbeiter zu verstärken, indem sie angeregt werden, die Funktionalitäten des Projektmanagementtools zu erlernen, um selbstständig damit zurecht zu kommen.

Tutorials
„Tutorials“ von Melissa Eisele, Svenja Kneesch, Andrina Lägeler und Sebastian Vaas

Der „Meeting Point“ von Yen Nguyen, Meike Remiger und Anja Rittmann strebt an, die Zusammenarbeit innerhalb eines Projektes und das gemeinsame Ziel zu veranschaulichen, um mehr Verbundenheit und Gemeinsamkeit zwischen den Projektmitgliedern herzustellen.

Meeting Point
„Meeting Point“ von Yen Nguyen, Meike Remiger und Anja Rittmann

Felix Bell, Florian Frick und Alexander König entwickelten den „Meilensteinturm“ mit der Intention, die Zielerreichung zu visualisieren und den Mitarbeitern ihren Teil am großen Ganzen vor Augen zu führen.

Meilensteinturm
„Meilensteinturm“ von Felix Bell, Florian Frick und Alexander König

Die „Tageszusammenfassung“ von Isabell Michler, Stefan Tetzlaff und Juliane Zirke ermöglicht Mitarbeitern am Ende des Tages, eine Rückmeldung über die Leistungen des Tages zu bekommen. Dabei werden auch kleinere Aufgaben gewürdigt.

Tageszusammenfassung
„Tageszusammenfassung“ von Isabell Michler, Stefan Tetzlaff und Juliane Zirke

Die Konzepte werden nun von L-mobile auf ihre Machbarkeit überprüft. Innerhalb von Design4Xperience werden die Dynamik und das Potential der Konzepte analysiert. Gemeinsam wird dann entschieden, welche Konzepte in der Software log 2.0 projects umgesetzt werden und wie diese evaluiert werden können.